Auch ein Modulhaus benötigt eine sichere und dauerhaft tragfähige Gründung. Die modulare Stahlkonstruktion steht zwar nur auf wenigen definierten Auflagepunkten, trotzdem müssen alle Lasten zuverlässig in den Baugrund übertragen werden.
Bei Contain-us kommen dafür vor allem Punktfundamente und Streifenfundamente zum Einsatz. Abhängig von Gebäudegröße, Anzahl der Module, Geschosszahl und Bodenverhältnissen können auch Schraubfundamente oder andere statisch geeignete Lösungen verwendet werden.
Eine großflächige Bodenplatte war bei den bisherigen Projekten von Contain-us nicht notwendig. Welche Fundamentart bei einem konkreten Bauvorhaben eingesetzt werden darf, wird jedoch immer projektbezogen mit Planung und Statik abgestimmt. Wie das Modul entsteht, bevor es auf die Fundamente kommt, zeigen wir im Beitrag Wie funktioniert die Vorfertigung eines Modulhauses?
Die tragende Stahlkonstruktion gibt ihre Lasten nicht flächig ab, sondern über wenige klar definierte Punkte und Lastachsen. Genau darauf wird die Gründung ausgelegt - deshalb reicht bei kleinen Modulen häufig eine Handvoll Punktfundamente.
- 0Auflagepunkte beim 20-Fuß-Modul
- 0Auflagepunkte beim 40-Fuß-Modul
- 0m²ab hier meist Streifenfundamente
Warum benötigt ein Modulhaus Fundamente?
Ein Fundament schafft feste, ebene und tragfähige Auflagepunkte und schützt das Gebäude vor Setzungen und Schiefstand.
Die Stahlkonstruktion darf nicht dauerhaft direkt auf unvorbereitetem Erdreich stehen. Ein Fundament schafft feste, ebene und tragfähige Auflagepunkte. Es schützt das Gebäude außerdem vor Setzungen, Schiefstand und einem zu geringen Abstand zum Boden.
Steht ein Modul auch nur an einer Ecke ungleichmäßig auf, wirkt sich das auf Türen, Fenster und bei mehrteiligen Gebäuden auf die Verbindung der Module untereinander aus. Die Gründung gehört deshalb immer zur technischen Gesamtplanung des Gebäudes.
- Sichere Übertragung des Gebäudegewichts in den Baugrund
- Aufnahme von Nutz-, Schnee- und Windlasten
- Ausgleich unterschiedlicher Geländehöhen
- Herstellung einer exakt waagerechten Aufstellebene
- Schutz vor Bodenfeuchte und Spritzwasser
- Projektabhängig die Verankerung des Moduls
Wann reichen Punktfundamente aus?
Bei kleineren, kompakten Gebäuden, deren Lasten über wenige klar definierte Punkte abgetragen werden.
Punktfundamente sind bei Contain-us die am häufigsten verwendete Fundamentart. Sie eignen sich besonders für kleinere und kompakte Gebäude, deren Lasten über wenige klar definierte Punkte abgetragen werden.
Bei einem 20-Fuß-Modul genügen je nach Konstruktion häufig vier Auflagepunkte an den tragenden Eckbereichen. Bei einem längeren 40-Fuß-Modul können zusätzliche Auflagepunkte notwendig werden.
Ob Punktfundamente tatsächlich ausreichen, hängt nicht allein von der Fläche ab. Gewicht, Innenausbau, Dachaufbau, Bodenverhältnisse und statische Veränderungen durch große Öffnungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

- kleine Gartenhäuser mit ungefähr sechs bis sieben Quadratmetern
- Gartenbüros
- Saunen
- kompakte Tiny Houses und Einzelmodule mit ungefähr 15 Quadratmetern
Wann werden Streifenfundamente benötigt?
Als betrieblicher Orientierungswert gilt: ab ungefähr 30 Quadratmetern wird üblicherweise mit Streifenfundamenten geplant.
Contain-us verwendet bei größeren Gebäuden und kombinierten Modulbauten in der Regel Streifenfundamente. Sie verteilen die Lasten entlang einer zusammenhängenden Linie.
Das ist besonders sinnvoll, wenn mehrere Module nebeneinanderstehen oder sich viele Auflagepunkte zu gemeinsamen Lastachsen verbinden.
Bei einem Gebäude mit genau 30 Quadratmetern wird die Fundamentart projektbezogen entschieden. Modulaufteilung, Gewicht und Baugrund sind dabei wichtiger als eine starre Flächengrenze.
- mehrere miteinander verbundene Module
- größere Modulhäuser
- Hausanbauten
- Gebäude mit ungefähr 45, 60 oder mehr Quadratmetern
- mehrgeschossige Modulbauten
Wann ist eine Bodenplatte sinnvoll oder notwendig?
Contain-us hat bisher kein Modulgebäude auf einer klassischen Bodenplatte ausgeliefert - nötig war sie nie.
Eine Bodenplatte trägt ein Gebäude über eine nahezu geschlossene Betonfläche. Bei der modularen Bauweise von Contain-us liegt die Stahlkonstruktion jedoch nur an definierten Punkten beziehungsweise Lastlinien auf.
Deshalb bietet eine vollflächige Bodenplatte für die bisherigen Projekte normalerweise keinen wirtschaftlichen oder konstruktiven Vorteil. Punkt- oder Streifenfundamente konnten die Lasten jeweils gezielt aufnehmen und benötigten deutlich weniger Beton.
Sollte eine projektbezogene Baugrund- oder Tragwerksplanung aus besonderen Gründen eine andere Gründung fordern, muss diese Vorgabe berücksichtigt werden. Beispiele sind außergewöhnlich schlechte Bodenverhältnisse, Sonderlasten oder spezielle Gebäudekonzepte.
Sind Schraubfundamente möglich?
Ja. Schraubfundamente können eine geeignete Alternative zu Betonfundamenten sein, wenn sie für die vorhandenen Lasten und den Baugrund ausgelegt sind.
Sie werden in den Boden eingedreht und können bei passenden Voraussetzungen schnell und mit vergleichsweise geringen Erdarbeiten hergestellt werden. Bereits vorhandene Schraubfundamente lassen sich grundsätzlich weiterverwenden, wenn Position, Höhe, Tragfähigkeit und Zustand zur neuen Planung passen.
- Welcher Schraubfundamenttyp ist verbaut?
- Welche Lasten dürfen aufgenommen werden?
- Wie tragfähig ist der Untergrund?
- Passen die Positionen zu den Modulstützen?
- Liegen Korrosion oder Beschädigungen vor?
Eine vorhandene Gründung wird nie ungeprüft übernommen - auch dann nicht, wenn sie äußerlich einwandfrei aussieht.
Kann ein Modulhaus ohne Fundament aufgestellt werden?
Nein. Für ein dauerhaft aufgestelltes Modul ist immer eine geeignete Gründung erforderlich.
Für ein dauerhaft aufgestelltes Contain-us Modul ist immer eine geeignete Gründung erforderlich. Je nach Größe und Nutzung kann diese aus Betonplatten, Punktfundamenten, Streifenfundamenten oder statisch geeigneten Schraubfundamenten bestehen.
Entscheidend ist, dass die Auflagepunkte ausreichend tragfähig, frostbeständig, eben und dauerhaft standsicher sind.
Ein kurzfristiges Abstellen auf provisorischen Unterlagen ist nicht mit einer fachgerecht geplanten Gebäudegründung gleichzusetzen.

Welche Fundamentart verwendet Contain-us am häufigsten?
Am häufigsten verwendet Contain-us Punktfundamente. Viele Projekte bestehen aus einem einzelnen kompakten Modul, dessen Lasten an wenigen definierten Stellen in den Boden übertragen werden können.
Bei größeren Projekten werden dagegen überwiegend Streifenfundamente vorgesehen.
Materialsparend
Beton kommt nur dorthin, wo das Modul tatsächlich aufliegt.
Schnell herstellbar
Weniger Aushub und Schalung als bei durchgehenden Streifen.
Kostengünstig
Bei vergleichbaren Bedingungen die günstigste der drei Varianten.
Gut kontrollierbar
Jeder Punkt lässt sich einzeln einmessen und in der Höhe prüfen.
Einfach ergänzbar
Bei einer späteren Erweiterung kommen gezielt neue Punkte dazu.
Unterscheiden sich die Fundamente bei 20- und 40-Fuß-Modulen?
Ja. Länge, Gewicht und Ausbau beeinflussen Anzahl und Dimensionierung der Fundamente.
Länge, Gewicht und Ausbau des Moduls beeinflussen Anzahl und Dimensionierung der Fundamente. Ein 20-Fuß-Modul wird bei geeigneter Konstruktion häufig auf vier Auflagepunkten gegründet, die sich an den tragenden Eckbereichen der Stahlkonstruktion befinden.
Bei einem 40-Fuß-Modul können je nach Ausbau und Statik sechs Auflagepunkte vorgesehen werden. Zusätzliche Fundamente reduzieren die Spannweite und unterstützen die längere Konstruktion an den geplanten Lastpunkten.
Die Angaben vier beziehungsweise sechs Auflagepunkte sind typische Contain-us Ausführungen. Sie ersetzen keine projektbezogene Fundament- und Tragwerksplanung.

20-Fuß-Modul
- Auflager an den tragenden Eckbereichen
- Typische Contain-us Ausführung bei geeigneter Konstruktion
- Kompakte Grundfläche, kurze Spannweiten
40-Fuß-Modul
- Zusätzliche Auflager zwischen den Ecken
- Reduziert die Spannweite der längeren Konstruktion
- Anzahl je nach Ausbau und Statik
Welche Fundamente brauchen mehrere verbundene Module?
Bei mehreren miteinander verbundenen Modulen entstehen zusätzliche Lastachsen. Contain-us plant dafür in der Regel mehrere Streifenfundamente, die unter den tragenden Bereichen verlaufen.
Die Streifen werden so angeordnet, dass alle Eckstützen und vorgesehenen Zwischenauflager sicher unterstützt werden. Gleichzeitig müssen die Höhen exakt aufeinander abgestimmt sein, damit die Module später millimetergenau verbunden werden können.
Bei kleineren Kombinationen können auch mehrere Punktfundamente technisch möglich sein. Welche Lösung sinnvoller ist, entscheidet die Planung anhand von Lasten, Modulaufteilung und Baugrund.

Welche Fundamente werden bei mehrgeschossigen Gebäuden benötigt?
Bei mehrgeschossigen Contain-us Projekten werden üblicherweise Streifenfundamente eingesetzt. Die Lasten aus mehreren Ebenen werden über die tragenden Stahlstützen nach unten geleitet und müssen im Baugrund sicher verteilt werden.
Die Dimensionierung darf deshalb nicht allein anhand der Grundfläche erfolgen.

- Eigengewicht aller Module
- Nutzlasten der Geschosse
- Schnee- und Windlasten
- Große Wand- und Fensteröffnungen
- Treppen und Dachaufbauten
- Mögliche spätere Erweiterungen
Muss das Modul fest mit dem Fundament verbunden werden?
Nicht jedes Contain-us Modul wird automatisch dauerhaft mit dem Fundament verschraubt. Bei vielen Projekten steht die Stahlkonstruktion über ihr Eigengewicht und die geplanten Auflagepunkte sicher auf der Gründung.
Eine mechanische Verbindung ist jedoch möglich und kann abhängig von Statik, Windlasten, Standort oder Gebäudekonzept notwendig werden. Dafür können beispielsweise geeignete Stahlanschlüsse oder Twistlock-Systeme verwendet werden.
Ob eine Befestigung erforderlich ist, wird projektbezogen festgelegt - und zwar früh. Fundament und Anschlussdetails müssen darauf vorbereitet sein, sonst steht der Kran vor einer Gründung, die das vorgesehene Bauteil gar nicht aufnehmen kann.
Kann das Gebäude später wieder vom Fundament gelöst werden?
Ja. Die modulare Konstruktion ermöglicht grundsätzlich eine spätere Trennung vom Fundament.
Ist das Modul nicht mechanisch verankert, kann es nach dem Trennen aller Versorgungsleitungen und Anbauteile direkt für den Kranhub vorbereitet werden. Vorhandene Twistlocks oder andere lösbare Verbindungen werden zuvor geöffnet.
Dadurch kann das Modul versetzt, transportiert oder durch zusätzliche Module erweitert werden. Wie hoch der Aufwand ist, hängt von Größe, Anzahl der Module, Fassadenanschlüssen und Gebäudetechnik ab.

Fazit: Die Fundamentart richtet sich nach dem Projekt
Für kleinere Contain-us Module reichen häufig Punktfundamente aus. Bei größeren, kombinierten oder mehrgeschossigen Gebäuden werden überwiegend Streifenfundamente eingesetzt.
Eine Bodenplatte war bei den bisherigen Projekten nicht erforderlich, weil die Stahlkonstruktion ihre Lasten über klar definierte Auflagepunkte und Lastlinien abträgt. Schraubfundamente können ebenfalls möglich sein, wenn ihre Tragfähigkeit nachgewiesen ist.
Entscheidend sind nicht nur die Quadratmeter. Baugrund, Gewicht, Modulaufteilung, Geschosszahl und Statik bestimmen gemeinsam, welche Gründung sicher und wirtschaftlich ist. Womit die einzelnen Varianten im Detail zu Buche schlagen, steht im Beitrag Was kosten Fundamente für ein Modulhaus? Und welche Vorteile und Grenzen die modulare Bauweise insgesamt hat, haben wir in Vorteile und Nachteile der modularen Bauweise zusammengefasst.
Häufig gestellte Fragen
Reichen für ein 15-Quadratmeter-Tiny-House Punktfundamente?
Benötigt ein 40-Fuß-Modul immer sechs Fundamente?
Kann eine vorhandene Gründung weiterverwendet werden?
Braucht ein Contain-us Modul eine Bodenplatte?
Muss das Modul mit dem Fundament verschraubt werden?
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