Ja - ein für Wohnzwecke geplantes Modul kann ganzjährig genutzt werden. Das ist allerdings keine Eigenschaft der Bauweise, sondern das Ergebnis einer Planung: Dämmung, wärmebrückenarme Details, luftdichte Ebene, Fenster, Lüftung und Heizung müssen zusammenpassen.
Contain-us arbeitet bei seinen modularen Wohnbauten mit einem zweistufigen Dämmaufbau aus Sprühdämmung und zusätzlicher Holzfaserdämmung. Für den beschriebenen Standard-Wandaufbau liegt nach interner Berechnung ein U-Wert von ungefähr 0,186 W/(m²K) vor.
Dieser Beitrag ordnet diese Zahl ein - was sie aussagt, wie sie sich zum Gebäudeenergiegesetz verhält, und warum sie allein noch keinen Effizienzhausstandard bedeutet.
Entscheidend ist ein vollständiges Gebäudekonzept aus Dämmung, wärmebrückenarmer Detailplanung, luftdichter Ebene, Fenstern, Lüftung und einer passend dimensionierten Heizung.
- 0Dämmebenen im Standardaufbau
- 0%unter dem GEG-Referenzwert der Außenwand
- 0%Transmissionswärmeverlust-Grenze bei EH 55
Was ein U-Wert von 0,186 W/(m²K) aussagt
Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil übertragen wird. Je kleiner der Wert, desto geringer der Wärmedurchgang.
Zum Vergleich: Das Referenzgebäude des aktuellen Gebäudeenergiegesetzes setzt für eine Außenwand eines Wohngebäudes einen U-Wert von 0,28 W/(m²K) an. Für das Dach beziehungsweise die oberste Geschossdecke nennt das GEG 0,20 W/(m²K).
Ein Wandwert von 0,186 liegt damit rechnerisch rund 34 Prozent unter dem Referenzwert der GEG-Außenwand. Das ist ein guter Wert - und es ist genau ein Wert, nämlich der für die Wandfläche.

Der genannte U-Wert von ca. 0,186 W/(m²K) ist eine von Contain-us angegebene rechnerische Größe für den beschriebenen Standard-Wandaufbau. Er wurde nicht durch eine externe Bauteilprüfung verifiziert. Für ein konkretes Wohngebäude werden energetische Nachweise projektbezogen erstellt.
Ein guter U-Wert ist noch kein Effizienzhaus
Ein einzelner guter U-Wert bedeutet nicht automatisch, dass das gesamte Gebäude den Standard Effizienzhaus 55 oder 40 erreicht.
Die KfW bewertet unter anderem den Jahres-Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust der gesamten Gebäudehülle. Beim Effizienzhaus 55 liegen diese Grenzwerte bei 55 Prozent beziehungsweise 70 Prozent des Referenzgebäudes.
Der Unterschied ist wichtig: Ein Bauteilwert beschreibt eine Fläche, ein Effizienzhausstandard beschreibt ein Gebäude. Dazwischen liegen Fenster, Anschlüsse, Lüftung, Heizung und die Frage, wie viel Hülle auf wie viel Volumen kommt - und gerade bei kompakten Gebäuden ist dieses Verhältnis ungünstiger als bei großen.
Ein Effizienzhausstandard muss immer für das Gesamtgebäude nachgewiesen werden, nicht für ein einzelnes Bauteil.
Bei Stahlkonstruktionen entscheiden die Details
Der Stahlrahmen ist statisch sehr leistungsfähig, leitet Wärme aber deutlich besser als Dämmstoffe.
Deshalb müssen Anschlüsse, Ecken, Fensteröffnungen und Durchdringungen sorgfältig geplant werden. Ein guter rechnerischer U-Wert der Wandfläche ist nur ein Teil des Gesamtkonzepts - die Schwachstelle eines Stahlmoduls ist nie die Fläche, sondern der Übergang.
Für ein angenehmes Winterklima zählen außerdem eine saubere Luftdichtheit, kontrollierte Lüftung beziehungsweise ein abgestimmtes Lüftungskonzept und die richtige Heizleistung. Wie der Wandaufbau dahinter aussieht und was das Gebäudeenergiegesetz bei einer Erweiterung verlangt, steht in Dämmung und Wärmeschutz im Modulbau.
Bei kleinen, gut gedämmten Räumen kann bereits eine vergleichsweise kompakte Heizung ausreichend sein; die konkrete Auslegung hängt jedoch vom Gebäude, vom Standort und von der Nutzung ab. Was das für Material und Lebensdauer bedeutet, steht im Beitrag Nachhaltigkeit und Instandhaltung.

Was zum ganzjährigen Wohnkomfort gehört
Die Dämmung ist der bekannteste Teil, aber nicht der einzige. Ein ganzjährig nutzbares Modul braucht ein abgestimmtes Paket:
- Dämmung - bei Contain-us zweistufig aus Sprühdämmung und zusätzlicher Holzfaserdämmung
- Wärmebrückenarme Detailplanung an Anschlüssen, Ecken, Fensteröffnungen und Durchdringungen
- Luftdichte Ebene für ein sauberes Innenklima und geringe Lüftungsverluste
- Fenster, deren Qualität zur Hülle passt
- Lüftung beziehungsweise ein abgestimmtes Lüftungskonzept
- Heizung, passend dimensioniert für Gebäude, Standort und Nutzung
Wird eines dieser Elemente vernachlässigt, hilft auch ein sehr guter Wandwert nicht weiter. Genau deshalb wird die energetische Planung als Gesamtsystem betrachtet - und nicht als Summe von Bauteilen. Ein großer Teil davon entsteht bereits in der Vorfertigung unter kontrollierten Bedingungen.
Winterfest ist eine Planungsleistung
Contain-us plant Wohnmodule für ganzjährige Nutzung. Der Standard-Wandaufbau erreicht nach interner Berechnung etwa 0,186 W/(m²K) und liegt damit unter dem GEG-Referenzwert von 0,28 W/(m²K) für Außenwände.
Für den tatsächlichen Wohnkomfort sind zusätzlich Fenster, Wärmebrücken, Luftdichtheit, Lüftung und Heizung wichtig. Ein Effizienzhausstandard muss dennoch immer für das Gesamtgebäude nachgewiesen werden - der Wandwert allein reicht dafür nicht.
Häufig gestellte Fragen
Ist das Tiny House auch im Winter warm?
Wie ist der Wandaufbau aufgebaut?
Erreicht ein Modulhaus den Standard Effizienzhaus 55?
Sind Wärmebrücken bei Stahl ein Problem?
Welche Heizung passt in ein Tiny House?
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