Die Raumaufteilung ist bei Contain-us grundsätzlich sehr flexibel. Der Ausgangspunkt ist deshalb nicht ein Grundriss aus dem Katalog, sondern eine Reihe von Fragen: Wie viele Personen wohnen dort? Wird regelmäßig gekocht? Wird ein Arbeitsplatz gebraucht? Soll es ein separates Schlafzimmer geben? Wie wichtig sind Stauraum, große Fenster oder ein besonders großzügiges Bad?
Auf dieser Basis kann der Grundriss im CAD geplant und vorab visualisiert werden. Dadurch lassen sich Proportionen, Laufwege, Fensterpositionen und Möblierung bereits vor Produktionsbeginn beurteilen.
Dieser Beitrag zeigt die sechs typischen Varianten, erklärt, was beim Öffnen von Wänden statisch dazugehört, und warum die Möblierung nicht erst nach der Fertigstellung geplant werden sollte.
Statt eines festen Kataloggrundrisses wird zuerst betrachtet, was tatsächlich gebraucht wird: Personenzahl, Kochgewohnheiten, Arbeitsplatz, separates Schlafzimmer, Stauraum, Fenster, Bad.
- 0typische Grundrissvarianten
- 0cmAußenbreite eines Standardmoduls
- 0Module ergeben einen breiten Raum
Sechs typische Grundrissvarianten
Die Varianten schließen sich nicht gegenseitig aus - viele Projekte sind Mischformen. Sie zeigen aber gut, welche Freiheitsgrade die Bauweise überhaupt hergibt.

Einraum-Tiny
Wohnen, Schlafen und Kochen in einem offenen Raum, das Bad separat.
Zweizonen-Tiny
Wohn- und Kochbereich auf der einen, abgetrennter Schlafbereich auf der anderen Seite.
40-Fuß-Lösung
Länglicher Grundriss mit Badkern, Küche, Wohnbereich und separatem Schlafbereich.
L-Form
Zwei Module bilden einen geschützten Außenbereich und ermöglichen klare Funktionszonen.
Parallelmodule
Zwei Einheiten werden nebeneinander geöffnet und erzeugen einen deutlich breiteren Wohnraum.
Mehrgeschossig
Wohnräume unten, Schlaf- oder Kinderzimmer oben - Fläche ohne zusätzlichen Grundstücksverbrauch.
Warum die Breite der entscheidende Wert ist
Ein einzelnes Modul ist außen rund 2,44 Meter breit. Nach Dämmung, Installationsebene und Innenausbau bleibt davon weniger übrig - und genau diese Breite bestimmt, was in einem Einzelmodul überhaupt nebeneinander passt.
Deshalb ist die Parallelstellung zweier Module planerisch so wirkungsvoll: Sie verdoppelt nicht nur die Fläche, sie beseitigt die Schlauchwirkung. Ein durchgehender Wohn-Essbereich über zwei geöffnete Einheiten fühlt sich nicht mehr wie ein Container an.
Bei der L-Form kommt ein zweiter Effekt dazu: Der Winkel erzeugt einen geschützten Außenbereich, der sich als Terrasse nutzen lässt, und trennt gleichzeitig die Funktionen sauber - Wohnen im einen, Schlafen oder Arbeiten im anderen Schenkel.


Fenster, Türen und große Öffnungen
Große Öffnungen in der Containerwand sind möglich - sie müssen aber statisch berücksichtigt werden.
Auch Position und Größe von Fenstern und Türen können individuell geplant werden. Je größer eine Seitenwand geöffnet wird, desto wichtiger sind geeignete Verstärkungen und eine saubere Lastabtragung.
Der Grund liegt in der Konstruktion: Bei einem Stahlmodul trägt die Seitenwand mit. Wer sie großflächig öffnet, nimmt Tragwirkung heraus und muss sie an anderer Stelle wieder einbringen. Das ist konstruktiv gelöst, aber es ist eine Planungsentscheidung und keine nachträgliche Änderung.
Genau deshalb ist eine frühe Planung sinnvoll: Wenn Küche, Bad, Fenster, Türen und Möblierung bereits im CAD zusammen gedacht werden, lassen sich technische Konflikte vermeiden und der Innenraum kann effizienter genutzt werden.
Jede Gebäudeplanung inklusive Ausschnitten, Verbindungen und Lastabtragung muss projektbezogen statisch nachgewiesen werden.
Möblierung gehört in die Grundrissplanung
Bei kleiner Wohnfläche sollte die Möblierung bereits Bestandteil der Grundrissplanung sein. So lässt sich verhindern, dass nach Fertigstellung zwar rechnerisch genügend Fläche vorhanden ist, aber wichtige Laufwege, Stauraum oder Möbeltiefen nicht funktionieren.
Das ist der häufigste Denkfehler bei kompakten Grundrissen: Fläche und Nutzbarkeit sind nicht dasselbe. Ein Quadratmeter vor einem Schrank, der sich öffnen lassen muss, ist kein freier Quadratmeter.

Neben Grundrissen helfen realistische Renderings dabei, Materialien, Blickachsen und Raumgefühl vorab zu beurteilen. Für viele Kunden wird ein Plan erst dann greifbar, wenn sie sehen können, wie Küche, Fassadenmaterial, Fensterflächen oder Einbaumöbel später wirken.
Erweiterung von Anfang an mitdenken
Wer sich die Möglichkeit einer späteren Erweiterung offenhalten möchte, sollte das bereits im ersten Entwurf ansprechen. Position des ersten Moduls, Fundamente, Fassadenanschlüsse, Dachentwässerung, Leitungswege und potenzielle Wandöffnungen können dann so angelegt werden, dass eine spätere Verbindung weniger Eingriffe erfordert.
Ein typisches Szenario: Zuerst entsteht ein kompaktes 20-Fuß-Tiny-House. Später kommt ein zweites Modul hinzu und schafft ein separates Schlafzimmer oder Büro. In einem weiteren Schritt kann daraus eine L-Form oder eine größere zusammenhängende Wohnfläche werden. Was dabei technisch zu beachten ist, steht im Beitrag Modulhaus erweitern, versetzen oder mitnehmen.
Der Grundriss entsteht aus dem Alltag
Ob Einraum, Zweizonen, L-Form oder zwei Ebenen - die Variante ergibt sich aus der Nutzung, nicht aus dem Modulmaß. Was die Bauweise vorgibt, ist das Raster; was daraus wird, entscheidet die Planung.
Weil Öffnungen, Leitungswege und Möblierung zusammenhängen, lohnt es sich, sie gemeinsam und früh festzulegen. Der beste Zeitpunkt dafür ist vor der Vorfertigung - danach ist jede Änderung ein Umbau.
Häufig gestellte Fragen
Welche Grundrisse sind bei einem Tiny House möglich?
Kann ich große Fensterflächen einbauen?
Sehe ich den Grundriss vorab?
Warum wird die Möblierung mitgeplant?
Wie werden zwei Module zu einem Raum?
Passend dazu aus der Wissensbasis
Du hast eine Vorstellung, wie du wohnen willst?
Erzähl uns, wie dein Alltag aussieht - wir entwickeln daraus den Grundriss, planen ihn im CAD und zeigen ihn dir, bevor die Produktion startet.
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