Modulhäuser werden weitgehend fertig ausgebaut auf einem Lkw zum Grundstück transportiert und dort mit einem Autokran auf die vorbereiteten Fundamente gesetzt. Deshalb entscheidet nicht nur die spätere Gebäudefläche über die Machbarkeit, sondern auch der gesamte Weg vom öffentlichen Straßennetz bis zum Aufstellort.
Zufahrt, Rangierfläche und Kranstellplatz werden bei Contain-us für jedes Projekt einzeln geprüft. Pauschale Mindestmaße reichen nicht aus, weil Modulgröße, Gewicht, Kranradius und Grundstück sehr unterschiedlich sein können.
Was auf dem Grundstück selbst vorbereitet sein muss, haben wir im Beitrag Wie muss das Grundstück vor der Lieferung vorbereitet werden? zusammengefasst. Welche Gründung darunter gehört, steht in Welche Fundamente braucht ein Modulhaus?
Ein Modulhaus kommt weitgehend fertig ausgebaut auf einem Lkw und wird mit einem Autokran auf die Fundamente gesetzt. Deshalb entscheidet nicht nur die spätere Gebäudefläche über die Machbarkeit, sondern der gesamte Weg vom öffentlichen Straßennetz bis zum Aufstellort.
- 0mLänge eines 20-Fuß-Moduls
- 0mLänge eines 40-Fuß-Moduls
- 0Pauschalmaße, die immer passen
Wie breit muss die Zufahrt sein?
Die erforderliche Breite hängt vom Fahrzeug und von der Länge des Moduls ab - nicht von einer Tabelle.
Ein 20-Fuß-Modul ist ungefähr sechs Meter lang, ein 40-Fuß-Modul ungefähr zwölf Meter. Gerade bei einem langen Transport müssen Tore, Kurven und Einfahrten deutlich mehr Rangierraum bieten, als die reine Fahrzeugbreite vermuten lässt.
Das Transportunternehmen entscheidet anhand des eingesetzten Fahrzeugs, ob die Strecke befahrbar ist.

- Engste Durchfahrtsbreite
- Tor- und Straßenbreite
- Kurven und Einfahrtswinkel
- Parkende Fahrzeuge
- Gegenverkehr
- Rangier- und Wendemöglichkeiten
Welche Durchfahrtshöhe wird benötigt?
Zur Fahrzeughöhe kommt das auf dem Chassis liegende Modul hinzu. Dadurch entsteht eine große Gesamthöhe, die vorab mit der Spedition abgestimmt werden muss.
Die Höhe wird nicht geschätzt, sondern für die konkrete Transportkombination festgelegt.

- Tore und Unterführungen
- Tief hängende Äste
- Oberleitungen
- Balkone und Dachvorsprünge
- Beschilderungen
- Provisorische Baustelleneinrichtungen
Welche Kurvenradien braucht der Lkw?
Lange Fahrzeuge schneiden Kurven deutlich stärker als ein Pkw. Ein 40-Fuß-Transport benötigt deshalb große freie Kurvenbereiche.
Kritisch sind schmale rechtwinklige Einfahrten, enge Wohnstraßen, Mauern, Gartentore und direkt gegenüberliegende Parkplätze. Auch die Ausfahrt nach der Entladung muss möglich bleiben.
Bei unklaren Situationen kann eine Vor-Ort-Besichtigung, eine Schleppkurvenprüfung oder die Abstimmung mit dem Fahrer erforderlich sein.
Wie nah muss der Lkw an den Aufstellort heranfahren?
Mit zunehmender Entfernung sinkt die zulässige Traglast eines Autokrans - Nähe spart Krangröße.
Je näher der Lkw am späteren Standort stehen kann, desto kleiner kann die notwendige Kranausladung sein.
Mit zunehmender Entfernung sinkt die zulässige Traglast eines Autokrans. Gleichzeitig können ein größerer Kran, mehr Ballast und umfangreichere Abstützflächen erforderlich werden.
Deshalb werden Lkw-Position, Kranstandort, Modulgewicht und Fundamentposition gemeinsam geplant.
Wie tragfähig muss die Zufahrt sein?
Die Zufahrt muss das tatsächliche Gesamtgewicht des beladenen Transportfahrzeugs sicher aufnehmen können.
Lose Wiesenflächen, weicher Mutterboden, unzureichend verdichtete Pflasterflächen oder unterirdische Hohlräume können ungeeignet sein. Besonders nach starkem Regen oder Tauwetter kann ein zuvor befahrbarer Bereich seine Tragfähigkeit verlieren.
- verdichtete Schottertragschicht
- tragfähiger Asphalt oder Beton
- Lastverteilungsplatten
- Schutz vorhandener Oberflächen
- oder eine alternative Fahrzeugposition
Über Kanaldeckel, Zisternen, Tiefgaragen oder unbekannte Leitungen darf nicht ungeprüft gefahren werden.
Welche Anforderungen gelten für den Kranstellplatz?
Eben, ausreichend groß und nachweislich tragfähig - der Autokran überträgt hohe Kräfte über seine Abstützungen in den Boden.
Die erforderliche Fläche hängt von Krantyp, Abstützweite und Einsatzkonfiguration ab. Das Kranunternehmen benötigt Angaben zu Modulgewicht, Hubradius, Hubhöhe und Hindernissen.
Reichen serienmäßige Unterlegplatten nicht aus, muss die Last über größere geeignete Unterlagen verteilt werden.
- Bodenbeschaffenheit
- Abstützung und Unterbau
- Abstand zu Baugruben, Böschungen und Gräben
- Sicherheitsabstände zu Gebäuden und Leitungen
- Der vollständige Schwenkbereich
Muss der Kranstellplatz vollkommen eben sein?
Der Kran muss entsprechend den Herstellervorgaben standsicher und korrekt ausgerichtet aufgestellt werden können. Größere Neigungen oder ungleichmäßige Abstützbereiche können den Einsatz verhindern.
Kleine Geländedifferenzen lassen sich nur innerhalb der technischen Möglichkeiten des Krans und mit geeignetem Unterbau ausgleichen.
Die Fläche darf nicht spontan am Liefertag hergestellt werden. Steht der Kran nicht sicher, wird nicht gehoben - und Lkw, Kran und Montageteam sind für diesen Tag fest disponiert.
Welche Kranreichweite ist möglich?
Ein Kran kann bei kleiner Ausladung wesentlich schwerere Lasten heben als bei großer Entfernung. Deshalb gibt es keine allgemeine maximale Reichweite für alle Modulprojekte.
- Gewicht des Moduls
- Größe und Traglasttabelle des Krans
- Auslegerlänge
- Benötigte Hubhöhe
- Abstützbasis
- Hindernisse
- Wind und Wetter
Können Module über ein bestehendes Haus gehoben werden?
Grundsätzlich kann ein Modul über Hindernisse gehoben werden, wenn Krantragfähigkeit, Auslegerhöhe, Radius und Sicherheitsabstände ausreichen.
Ein solcher Hub benötigt normalerweise einen größeren Kran und eine besonders genaue Einsatzplanung. Das Gebäude, Dachaufbauten, Bäume und Leitungen müssen vollständig erfasst sein.
Ob der Hub möglich und wirtschaftlich ist, entscheidet das Kranunternehmen anhand der tatsächlichen Last- und Aufstellsituation.
Was passiert bei engen Grundstücken?
Bei eingeschränkter Zufahrt werden alternative Lösungen geprüft.
Wenn keine sichere Lkw- und Kransituation hergestellt werden kann, ist eine Lieferung in der geplanten Form nicht möglich.

- Kranaufstellung auf der Straße
- größerer Autokran mit weiterer Ausladung
- zeitweise Entfernung von Zäunen oder Toren
- Anlieferung in einer festgelegten Reihenfolge
- Einsatz kleinerer Module
- oder eine andere Aufstellposition
Was ist bei Bäumen und Freileitungen zu beachten?
Der gesamte Hubweg muss frei sein. Äste dürfen weder Modul noch Anschlagmittel behindern. Bei elektrischen Freileitungen gelten besondere Sicherheitsabstände und Abstimmungen mit dem Netzbetreiber.
Auch Straßenbeleuchtung, Telefonleitungen und Dachüberstände können den Schwenkbereich einschränken. Solche Hindernisse werden in der Vorplanung dokumentiert.
Ist eine Straßensperrung notwendig?
Eine teilweise oder vollständige Straßensperrung kann erforderlich sein, wenn Lkw oder Kran den öffentlichen Verkehrsraum beanspruchen.
Die Organisation kann durch den Kunden oder nach Vereinbarung durch Contain-us beziehungsweise einen beteiligten Dienstleister erfolgen. Verantwortlichkeit, Kosten und Fristen werden vor der Lieferung eindeutig festgelegt.
- verkehrsrechtliche Anordnung
- Halteverbotszone
- Sondernutzungserlaubnis
- Beschilderungsplan
- Absicherung durch ein Fachunternehmen
Die notwendige Vorlaufzeit muss in den Liefertermin eingerechnet werden. Die Genehmigung muss am Einsatztag wirksam und die Beschilderung rechtzeitig aufgestellt sein.
Wer trägt die Verantwortung für die Kranaufstellung?
Alle Beteiligten müssen ihre Angaben vor dem Hub miteinander abstimmen. Wer im Projekt sonst noch welche Rolle übernimmt, steht im Beitrag Wer plant und erstellt die Fundamente?
Kranunternehmen und Bauherr
- Das Kranunternehmen wählt Kran und Einsatzkonfiguration
- Es beurteilt die sichere Aufstellung
- Der Bauherr stellt bekannte Angaben zu Grundstück, Leitungen, Hohlräumen und Untergrund bereit
Contain-us
- Koordiniert Modulgewicht und Anschlagpunkte
- Legt Reihenfolge und gewünschte Position fest
- Stimmt die Angaben aller Beteiligten vor dem Hub ab
Fazit: Der Kranplatz ist Teil der Gebäudeplanung
Eine geeignete Zufahrt und ein tragfähiger Kranstellplatz sind zwingende Voraussetzungen für die Modullieferung. Breite, Höhe und Kurven müssen zum Transportfahrzeug passen. Der Kran benötigt ausreichend Platz, einen tragfähigen Untergrund und einen freien Hubbereich.
Je früher diese Bedingungen geprüft werden, desto besser lassen sich Fahrzeug, Kran und Lieferablauf planen.
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, DGUV Grundsatz 309-001 „Prüfung von Kranen" sowie FBHL-004 „Standsichere Aufstellung auf tragfähigem Untergrund".
Häufig gestellte Fragen
Gibt es eine Mindestbreite für die Zufahrt?
Wie weit kann ein Autokran ein Modul heben?
Kann ein Modul über ein bestehendes Haus gehoben werden?
Reicht eine Rasenfläche als Kranstellplatz?
Wer beantragt Halteverbotszone und Straßensperrung?
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