Saunakabine auf der Dachterrasse — sieben Quadratmeter, zwei Bereiche
Eine Saunakabine auf Basis eines 10-Fuß-Seecontainers, aufgestellt auf einer Dachterrasse. Von den sieben Quadratmetern entfallen fünf auf den Saunaraum und zwei auf einen abgetrennten Technik- und Gartenhausbereich. Betreten wird die Sauna über eine große Glasfront. Lieferung und Liefervorbereitung waren eigens auf die Aufstellung über Straßenniveau ausgelegt.

Zwei Räume, zwei Türen
Der Container ist in zwei Bereiche unterteilt und hat deshalb zwei Zugänge. Für den Technikbereich wurde eine eigene Tür angefertigt und vollständig mit der Lärchenfassade verblendet — sie verschwindet dadurch in der Fassade und ist im geschlossenen Zustand kaum auszumachen. Eine fertige Nebeneingangstür ab Werk kam bewusst nicht infrage, weil sie das durchlaufende Fassadenbild unterbrochen hätte: Serientüren bringen eigene Rahmenprofile und eine abweichende Oberfläche mit, die sich an einer Holzfassade nicht kaschieren lassen. Der Aufwand für die Sonderanfertigung entscheidet hier über den Gesamteindruck des Baukörpers.

Fassade und Vordach
Die Außenhaut besteht vollständig aus Lärchenholz im Rhombus-Stil. Die Stahlecken des Seecontainers bleiben im Industrielook sichtbar und zeigen die Herkunft des Baukörpers, statt sie zu kaschieren — eine gestalterische Entscheidung, die die Konstruktion ablesbar hält. Statt einer Dachbegrünung wurde hier ein Vordach mit integrierter LED-Beleuchtung ausgeführt: Auf einer Dachterrasse zählt jedes Kilogramm, und das Vordach leistet zusätzlich, was die Begrünung nicht könnte — es schützt den Eingangsbereich vor Regen und macht ihn abends nutzbar. Ein großes Fenster gibt den Blick aus dem Saunaraum frei.

Saunaraum
Der fünf Quadratmeter große Saunaraum ist vollständig gefliest. Für Wände und Decke kam Hemlock zum Einsatz, die Bankkonstruktion besteht aus Abachi — ein Holz, das sich auch bei hohen Temperaturen kaum aufheizt und deshalb überall dort verwendet wird, wo die Haut das Material direkt berührt. Hemlock ist harzarm und tritt geruchlich zurück, sodass der Duft eines Aufgusses nicht überlagert wird. Die Bänke liegen auf zwei Ebenen, Platz ist für vier bis fünf Personen; die obere Ebene liegt im heißesten Bereich der Kabine, die untere bietet die mildere Alternative. An der Decke läuft eine indirekte Beleuchtung hinter einer eigens eingebauten Vorsatzschale.


Ofen und Steuerung
Verbaut ist ein elektrischer 9-kW-Saunaofen vom Typ HUUM STEEL mit HUUM-Steuerung. Der Ofen lässt sich über WLAN und Smartphone bedienen, sodass die Kabine bereits aufgeheizt ist, wenn sie betreten wird — bei einer Sauna im Garten oder auf der Dachterrasse der Unterschied zwischen spontaner und geplanter Nutzung. Er heizt auf bis zu 110 Grad Celsius und besitzt die erforderlichen Sicherheitsvorrichtungen: Bei Überhitzung schaltet er selbsttätig ab. Neun Kilowatt sind für fünf Quadratmeter reichlich bemessen und verkürzen die Aufheizzeit entsprechend.


Technikbereich
Im Technik- und Gartenhausbereich wurde auf einen zusätzlichen Bodenaufbau verzichtet; genutzt wird der vorhandene Containerboden. Das spart Aufbauhöhe und Gewicht — auf einer Dachterrasse beides relevante Größen — und ist für die Nutzung als Lager ausreichend belastbar. Der Raum nimmt Gartenmöbel, Stühle, Tische und Polster auf und ersetzt damit ein separates Gerätehaus: Statt zwei Baukörpern auf der Terrasse steht dort einer, der beide Aufgaben übernimmt.
Eckdaten
Der Kunde erzählt
Nach der Übergabe aufgenommen — vor Ort, ohne Sprecher, 1:37 Minuten lang.
„Der Ort, an dem wir abschalten“
Kurz gefragt, kurz geantwortet: warum die Entscheidung für eine eigene Sauna gefallen ist und was sich seitdem verändert hat.
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| Grundlage | 10-Fuß-Seecontainer |
| Gesamtfläche | 7 m² |
| Aufteilung | 5 m² Sauna, 2 m² Technik |
| Baujahr | 2025 |
| Bauzeit | circa eineinhalb Monate |
| Ofen | HUUM STEEL, 9 kW, WLAN-Steuerung |
| Temperatur | bis 110 °C |
| Hölzer | Hemlock (Wand/Decke), Abachi (Bänke) |
| Kapazität | vier bis fünf Personen |
| Aufstellung | auf einer Dachterrasse |
| Preis 2025 | 37.000 € |

