Gartenhaus mit Heimkino und vorbereiteter Medientechnik
Ein 20-Fuß-Seecontainer mit 15 Quadratmetern, ausgebaut zu zwei Räumen: rund acht Quadratmeter Heimkino und etwa fünf Quadratmeter Arbeitsplatz. Die Anschlüsse für den Beamer sind unter Putz vorbereitet, die HDMI-Leitungen liegen in der Wand — sichtbare Kabelkanäle waren damit von vornherein ausgeschlossen.

Innenausbau
In den Wänden sind Vertiefungen für Regalmodule vorgesehen, sodass Regale nicht in den Raum ragen — bei acht Quadratmetern Heimkino zählt jede Tiefe, die vor der Wand frei bleibt. Weiß gestrichene Flächen wechseln sich mit eichenfarbenen Platten ab; die hellen Flächen halten den Raum offen, die Holzflächen nehmen ihm die Härte. Der Boden ist mit Vinyl ausgeführt. Als Wandabschluss dienen bodentiefe Sockelleisten statt aufgesetzter Standardleisten: Sie sitzen bündig in der Wandebene, sodass die Fläche ohne Vor- und Rücksprung bis zum Boden durchläuft — eine Detaillösung, die den Raum sichtbar ruhiger wirken lässt.

Verglasung und Licht
Der Raum öffnet sich über eine Schiebefront von 2,20 auf 2,00 Metern, dazu kommen zwei Oberlichter auf der Rückseite und eine Festverglasung auf der Vorderseite. Für ein Heimkino ist das ein Balanceakt: genug Tageslicht zum Arbeiten, ohne den Projektionsbereich zu überstrahlen. Deshalb sitzen die Oberlichter auf der Rückseite — sie bringen Helligkeit über Kopfhöhe herein, ohne direkt auf die Projektionsfläche zu fallen. Die Laibung der Fensterfront ist beleuchtet; Innen- und Außenbeleuchtung lassen sich über ein WLAN-Modul steuern, sodass sich für Kino und Arbeiten unterschiedliche Lichtstimmungen abrufen lassen.

Terrasse und Schaukelbalken
Die rund acht Quadratmeter große Terrasse wurde als Modulterrasse bereits im Werk fertiggestellt und gemeinsam mit dem Modul geliefert. Das verkürzt die Arbeiten am Grundstück erheblich: Statt einer Unterkonstruktion, die vor Ort gesetzt, ausgerichtet und belegt werden muss, kommt ein fertiges Bauteil an. Auf Wunsch der Familie ist im Bereich der Dachbegrünung ein Schaukelbalken integriert, sodass die Kinder auf der Terrasse schaukeln können — ein Detail, das sich nachträglich nicht mehr hätte ergänzen lassen, weil der Balken in die tragende Struktur eingebunden ist.

Dach und Strom
Das Dach ist begrünt und trägt eine Photovoltaikanlage, ausgeführt als Balkonkraftwerk, das den erzeugten Strom direkt in das Modul einspeist. Diese Ausführung ist deutlich einfacher als eine reguläre Anlage: Sie kommt ohne Einspeisezähler und ohne Eingriff in die Hausinstallation aus und deckt den Eigenbedarf des Gartenhauses — Beleuchtung, Beamer und Arbeitsplatz — im Tagesverlauf weitgehend ab. Die Dachbegrünung darunter hält Regenwasser zurück und dämpft die sommerliche Aufheizung des Daches.

Transport und Aufstellung
Gefertigt wurde das Modul im eigenen Werk und dort komplett fertiggestellt, einschließlich Innenausbau, Elektrik und vorbereiteter Medientechnik. Anschließend ging es in den Norden und wurde vor Ort mit einem Ladekran aufgestellt. Die Aufstellung selbst ist damit eine Sache von Stunden statt Wochen — der wesentliche Unterschied zwischen modularer Fertigung und einem Bau, der Gewerk für Gewerk auf dem Grundstück entsteht.


Eckdaten
| Grundlage | 20-Fuß-Seecontainer (DV) |
| Gesamtfläche | 15 m² |
| Aufteilung | Heimkino circa 8 m², Arbeitsplatz circa 5 m² |
| Baujahr | 2025 |
| Bauzeit | circa zwei Monate |
| Medientechnik | HDMI unter Putz vorbereitet |
| Verglasung | Schiebefront 2,20 × 2,00 m, zwei Oberlichter |
| Dach | Dachbegrünung mit Balkonkraftwerk |
| Terrasse | circa 8 m², vorgefertigt geliefert |
| Preis 2025 | circa 56.000 € |

