Pooltechnik und Waschküche in zwei getrennten Räumen

Ein Poolhaus mit 15 Quadratmetern aus einem 20-Fuß-Seecontainer, aufgeteilt in zwei vollständig getrennte Räume zu je rund sieben Quadratmetern: auf der einen Seite die Pooltechnik, auf der anderen eine Waschküche mit Küchenzeile. Beide Räume haben eine eigene Eingangstür.

Poolhaus von CONTAIN-US – Bild 3

Türen in der Fassade

Beide Türen sind bündig in die Fassade eingelassen und mit der Fassadenbekleidung beplankt — von außen bleibt die Holzfläche dadurch ungestört und der Baukörper liest sich als geschlossenes Volumen. Standardtüren aus Kunststoff oder Aluminium kamen nicht infrage: Sie bringen eigene Rahmenprofile und eine abweichende Oberfläche mit, die an einer durchlaufenden Lärchenfassade sofort ins Auge fallen. Beide Türen wurden deshalb eigens angefertigt und mit demselben Material beplankt wie die umgebende Fläche. Der Aufwand entscheidet bei einem Gebäude dieser Größe wesentlich über den Gesamteindruck, weil die Öffnungen einen großen Anteil der Ansichtsfläche einnehmen.

Poolhaus von CONTAIN-US – Bild 5
Poolhaus von CONTAIN-US – Bild 6

Pooltechnikraum

Ein Raum von rund sieben Quadratmetern nimmt die Filteranlagen und die übrige Pooltechnik auf. Der Boden wurde vollständig mit Flüssigkunststoff versiegelt und damit fugenlos wasserdicht ausgeführt — in einem Raum, in dem wasserführende Anlagen stehen, ist genau das die entscheidende Vorsorge: Tritt Wasser aus, bleibt es auf der versiegelten Fläche und dringt nicht in den Aufbau ein. Die Wände sind mit Sperrholz ausgebaut, damit auftretende Feuchtigkeit die Oberflächen nicht angreift. Sperrholz verträgt wechselnde Luftfeuchte deutlich besser als Gipskarton, der bei anhaltender Belastung aufquillt und seine Festigkeit verliert. Beides zusammen macht den Raum dauerhaft für den Betrieb einer Poolanlage geeignet.

Poolhaus von CONTAIN-US – geöffneter Pooltechnikraum mit Filteranlage

Waschküche und Küchenzeile

Der zweite Raum ist als kleine Waschküche mit Küchenzeile ausgeführt. Der Boden ist vollständig gefliest, darunter liegt eine Fußbodenheizung, gesteuert über ein Wandpaneel — die Fläche trocknet dadurch nach der Poolnutzung zügig ab, und der Raum bleibt auch in der kalten Jahreszeit nutzbar. Die Küche besitzt massive Echtholzfronten statt furnierter Platten: Furniere lösen sich bei dauerhaft hoher Luftfeuchte an den Kanten, Massivholz nicht. Arbeitsplatte und Rückwand bestehen aus Echtstein und sind damit gegen Wasser und Hitze unempfindlich. Zur Ausstattung gehören ein Kühlschrank mit Eisfach, eine Spülmaschine und ein Waschbecken. Die Wände wurden vollständig verspachtelt und bilden eine fugenlose, leicht zu reinigende Fläche.

Poolhaus von CONTAIN-US – Bild 7

Belichtung und Außendusche

In beiden Räumen sorgen Oberlichter für Tageslicht, ohne Wandfläche für Fenster zu opfern — in einem Technikraum wie in einer Waschküche werden die Wände für Anlagen, Schränke und Arbeitsflächen gebraucht. Oberlichter bringen das Licht zudem gleichmäßiger in die Raumtiefe als ein seitliches Fenster. Außen besitzt das Poolhaus eine vollwertige Dusche, deren Wasserzulauf über das Haupthaus läuft; eine eigene Warmwasserbereitung im Poolhaus war damit nicht nötig. Die Dusche direkt am Gebäude erspart den Weg ins Haus und hält Chlorwasser und Sand dort, wo sie hingehören.

Poolhaus von CONTAIN-US – Bild 4

Fassade, Dach und Beleuchtung

Das Poolhaus ist mit Lärchenholz verkleidet und begrünt. Die Holzfassade nimmt die Materialität einer Poolumgebung auf, in der Terrassenbelag und Sichtschutz in der Regel ebenfalls aus Holz bestehen, und lässt den Baukörper als Teil der Anlage erscheinen statt als Technikgebäude. Das begrünte Dach hält Regenwasser zurück und dämpft die Aufheizung im Sommer. Eine Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder schaltet sich selbsttätig ein und aus — praktisch an einem Gebäude, das abends mit nassen Händen und ohne Schuhe angesteuert wird.

Terrasse

Der Eigentümer errichtete anschließend vor dem Poolhaus eine große Terrasse, die bis zum Pool reicht und beides zu einem zusammenhängenden Bereich verbindet. Damit steht das Poolhaus nicht als eigenständiger Baukörper am Rand, sondern bildet den baulichen Abschluss der Poolanlage: Der Weg vom Wasser zur Dusche, zur Waschküche und zurück verläuft durchgehend auf einer Ebene und auf demselben Belag. Erweiterungen dieser Art sind der übliche Verlauf — das Modul steht, die Umgebung wächst über die folgenden Saisons daran heran.


Eckdaten

Grundlage20-Fuß-Seecontainer
Gesamtfläche15 m²
AufteilungPooltechnik circa 7 m², Waschküche circa 7 m²
Räumezwei, vollständig getrennt
TechnikraumBoden in Flüssigkunststoff, Wände in Sperrholz
Waschküchegefliest, Fußbodenheizung
KücheEchtholzfronten, Arbeitsplatte aus Echtstein
BelichtungOberlichter in beiden Räumen
DachDachbegrünung
ExtrasAußendusche, Außenlicht mit Bewegungsmelder
ClientVocal StudioDateMay, 2021AuthorJim HerrisShare

Bleiben Sie Up-to-Date mit unserem Newsletter!

Bleiben Sie Up-to-Date mit unserem Newsletter!